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Neuer Auszubildender bei Töpperwein-Music GmbH  Matthias Mente ist begeisterter Gitarrist und Bandleader. Seine Leidenschaft für Musik kann er nun auch beruflich ausleben: Er lernt den Beruf des Zupfinstrumentenmachers - als einziger Auszubildender in ganz Sachsen-Anhalt. Was machen angehende Instrumentenmacher am Feierabend? Na, was wohl: Musik. „In unserer Berufsschulklasse ist keiner, der kein Instrument spielt“, sagt Matthias Mente. Vor ein paar Tagen ist der Lehrling des Zupfinstrumentenmacher-Handwerks vom Blockunterricht an der Berufsschule „Vogtländischer Musikinstrumentenbau“ in Klingenthal zurückgekehrt. Dort lernt der 17-Jährige alle sechs Wochen zusammen mit 20 weiteren angehenden Zupf-, Blas- und Zuginstrumentenmachern die berufliche Theorie. Jedenfalls tagsüber. Am Abend macht der begeisterte Gitarrespieler dann Musik - mit einem Akkordeonspieler, einem Trompeter zwei weiteren Gitarristen.
„Musik war bei uns zu Hause immer ein Thema“, erzählt Matthias, schließlich habe sein Vater zu DDR-Zeiten seine eigene Band gehabt. Er selbst begann erst vor vier Jahren mit dem Musik machen: Damals lernte Matthias Mente Gitarre und Schlagzeug. Wenig später gründete er zusammen mit drei Freunden die Rock- und Heavy Metall-Band „Lacrima“, lateinisch für „Träne“. Seitdem kannte er das Quedlinburger Unternehmen Töpperwein Music GmbH als Kunde: „Ich hab da eingekauft - Saiten, Plektren, den Kabelkram.“ Trotzdem kam ihm die Idee mit der Lehre erst ziemlich spät: „Als im Herbst 2005 das zweite Betriebspraktikum anstand, kam mir die Idee, mal im Musikgeschäft hinter die Kulissen zu gucken.“ Sein erstes Betriebspraktikum in einem Baumarkt „war ok, aber nichts für´s Leben.“ Geschäftsführer Wolfgang Töpperwein - ein Vollblut-Musiker, der vor 20 Jahren den Quereinstieg ins Musikalienhändler-Geschäft wagte - ermöglichte dem Schüler das Praktikum in der Werkstatt. Für die ist Töpperweins Sohn Christoph, Jahrgang 1971 und Zupftinstrumentenmacher-Meister wie es denn vielleicht mit einer Lehrstelle für ihn aussehe, kam für die Firma Töpperwein dann genau zur rechten Zeit: „Wir bekommen derzeit so viele Reparatur-Aufträge, dass ich die nicht mehr allein abarbeiten kann“, sagt Christoph Töpperwein. Also beschloss er gemeinsam mit seinem Vater, Matthias nach seinem erweiterten Realschulabschluss als zweiten Mann in der Werkstatt auszubilden. verantwortlich: „Matthias hat seine Sache gut gemacht, er passt gut ins Team, ist geschickt, freundlich, motiviert und zuverlässig“, berichtet Töpperwein junior. Matthias´ Anfrage, Der freut sich, dass er sein Hobby nun zum Beruf machen kann: „Das ist super hier. Das Betriebsklima stimmt, die Arbeit macht Spaß.“ (Atikel aus dem Norddeutschen Handwerk) |